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F_Onkologie
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Onkologie / Hämatologie / Hämostaseologie / Palliativmedizin

Das Wort Onkologie stammt vom griechischen Wort „Masse, Haufen, Umfang“ und dem Wort für „Lehre“. Sie beschäftigt sich mit Entstehung, Entwicklung und Behandlung von Tumorerkrankungen. Als Teildisziplin der inneren Medizin befasst sie sich vor allem mit der Diagnose und Therapie von malignen, das heißt bösartigen Krankheiten.

Die Behandlungsmethoden der Onkologie zielen darauf ab, Tumorgewebe zu entfernen oder zu zerstören und, wenn das nicht mehr möglich ist, das Tumorgewebe zu verkleinern, um die beeinträchtigter Organe zu entlasten. Typische Techniken dafür sind die Operation, die Bestrahlung oder die Chemotherapie.

Hämatologie/Hämostaseologie

Das Wort Hämatologie stammt von den griechischen Worten für „Blut“ und „Lehre“ ab. Die Hämatologie ist die Lehre von der Funktionsweise und den Krankheiten des Blutes beziehungsweise der blutbildenden Organe. Sie umfasst bösartige Erkrankungen des Blutes, Bildungsstörungen des Knochenmarks und Blutveränderungen durch immunologische Prozesse.

Störungen der Blutstillung, hämorrhagische Diathesen und Hämophilie sowie die Übergerinnbarkeit des Blutes, die Thrombophilie, werden auch unter dem Fachbegriff Hämostaseologie" zusammengefasst. Die Hämostaseologie ist die Lehre von der Blutgerinnung. Sie befasst sich als eigener Fachbereich der Medizin mit krankhaften Störungen der Blutgerinnung, ihrer Diagnose und Therapie.

Häufig auftretende Krankheiten des Blutes sind die akute und chronische Leukämie, auch Blutkrebs genannt, bösartige Veränderungen der Lymphknoten, Anämie, auch Blutarmut genannt, und die Hämophilie, die Bluterkrankheit.

Palliativmedizin

Das Wort „palliativ" stammt vom lateinischen Wort „Mantel“, „mit dem Mantel bedecken“. Die palliative Therapie ist ein wichtiger Bestandteil, um fortgeschrittene Tumorerkrankungen zu begleiten und hat das Ziel, die Lebensqualität des Erkrankten zu verbessern. Sie ist die Domäne eines eigenen medizinischen Fachgebiets, der Palliativmedizin.

Palliativmedizin/Palliative Care, nach den Definitionen der Weltgesundheitsorganisation und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin:

„Palliativmedizin/Palliative Care ist ein Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Familien, die mit Problemen konfrontiert sind, welche mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung einhergehen. Dies geschieht durch Vorbeugen und Lindern von Leiden durch frühzeitige Erkennung, sorgfältige Einschätzung und Behandlung von Schmerzen sowie anderen Problemen körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art.

Palliativmedizin:

  • ermöglicht Linderung von Schmerzen und anderen belastenden Symptomen
  • bejaht das Leben und erkennt Sterben als normalen Prozess an
  • beabsichtigt weder die Beschleunigung noch Verzögerung des Todes
  • integriert psychologische und spirituelle Aspekte der Betreuung
  • bietet Unterstützung, um Patienten zu helfen, ihr Leben so aktiv wie möglich bis zum Tod zu gestalten
  • bietet Angehörigen Unterstützung während der Erkrankung des Patienten und in der Trauerzeit
  • beruht auf einem Teamansatz, um den Bedürfnissen der Patienten und ihrer Familien zu begegnen, auch durch Beratung in der Trauerzeit, falls notwendig
  • fördert Lebensqualität und kann möglicherweise auch den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen
  • kommt frühzeitig im Krankheitsverlauf zur Anwendung, auch in Verbindung mit anderen Therapien, die eine Lebensverlängerung zum Ziel haben, wie zum Beispiel Chemotherapie oder Bestrahlung, und schließt Untersuchungen ein, die notwendig sind, um belastende Komplikationen besser zu verstehen und zu behandeln.“

Quelle: https://www.dgpalliativmedizin.de/...

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